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The(G)net Review: Ayasa: Shadows of Silence

vor 8 Stunden
3 Min. Lesezeit

Dass es nicht immer knallen und krachen muss, beweisen subtile 2.5D-Kandidaten wie Little Nightmares oder Inside. In dieselbe Kerbe schlägt das atmosphärische Indie-Horror-Abenteuer Ayasa: Shadows of Silence aus den USA. Als Einfluss verweisen die Entwickler u.a. auf Tim Burton, Rene Laloux und Fromsoft's Miyazaki.


Ayasa: Shadows of Silence Test, Review, Testbericht. Wertung und Fazit.

Ayasa beginnt mit einem positiv wirkenden Intro. Ein paar Bäume stehen am Waldesrand, ein blauer Schmetterling flattert entspannt auf einen Baumstumpf und als die Kamera rüber schwenkt, liegt ein toter Elefant am Boden. Hoppla! Doch für grosses Staunen bleibt keine Zeit. Die Kamera fährt weiter und wir erblicken am nahen Horizont eine Skyline mit Dutzenden Wolkenkratzern. Keine Sekunde später detoniert ein riesiger Sprengsatz, der daraufhin folgende Atompilz kündigt das kommende Desaster an. Als letzte Impression erblicken wir eine Kolonne an nichtmenschlichen Humanoiden, die langsam Richtung Skyline zieht.


Ayasa: Shadows of Silence Test, Review, Testbericht. Wertung und Fazit.

Es wird plötzlich schwarz, als unsere Titelheldin plötzlich auf einem morastigen Weg aufwacht. Ayasa hat die Katastrophe überlebt. Leider sind wir skilltechnisch eher schwach aufgestellt. Laufen, Springen und ein Sprint per Schultertaste bilden die magere Basis von Ayasa's Fähigkeiten. Lange können wir uns darum aber keine Gedanken machen. Nach den ersten paar Metern erscheint ein dickes, von Rauchschwaden umgebenes Ungeheuer, das unvermittelt die Jagd auf uns eröffnet. Wir entkommen dem ekligen Verfolger nur knapp.


Ayasa: Shadows of Silence Test, Review, Testbericht. Wertung und Fazit.

Wie wir schnell herausfinden, folgt Ayasa nicht fix einer 2D-Linie, sondern bekommt ein wenig Spielraum, während uns die feste Kamera stets die beste Übersicht des isometrischen Winkels zu vermitteln versucht. In den nächsten drei Stunden erwarten uns weitere Verfolgungsabschnitte, gepaart mit eingestreuten Stealth-Einlagen, Plattform-Sequenzen und das eine oder andere Schalter- bzw. Würfelrätsel.


Ayasa: Shadows of Silence Test, Review, Testbericht. Wertung und Fazit.

Da wir wie schon erwähnt waffenlos durch die postapokalyptischen Ruinen wandern, haben wir eigentlich nur zwei Möglichkeiten, heil aus gegnerverseuchten Gebieten zu entkommen. Entweder pirschen wir uns in der Hocke durch die Schleich Passage oder wir hoffen auf unser Glück und rennen mit Vollspeed aus der Gefahrenzone. Ayasa ist ein zartes Gewächs. Eine einzige Gegnerberührung, oder ein Fall aus zu grosser Höhe, endet im Game Over und wir werden beim letzten der grosszügig verteilten Checkpoints wiederbelebt.


Ayasa: Shadows of Silence Test, Review, Testbericht. Wertung und Fazit.

Nach ein paar Abschnitten erhalten wir unsere erste neue Fähigkeit. Per Zeitmanipulation können wir zerstörte Brücken wieder herstellen oder verfallene Decken in ihren Originalzustand versetzen. Danach erhalten wir temporäre Unsichtbarkeit, besonders hilfreich bei kniffligen Schleicheinlagen. Mit den Upgrades wechselt auch unser Erscheinungsbild. Der Rotschopf weicht weissem Haar und wir tragen ab sofort ein schwarzes Kleid. Die Neukostümierung verbirgt eine zweite Funktion. Benutzen wir eine der beiden Fähigkeiten, wechseln wir kurz für ein paar Sekunden in unsere ursprüngliche Erscheinungsform zurück, bis unsere magischen Fähigkeiten wieder aufgeladen sind.


Ayasa: Shadows of Silence Test, Review, Testbericht. Wertung und Fazit.

Zu guter Letzt spendet uns die Fackel Licht für dunkle Gebiete. Als Waffe taugt der Feuerbalken nicht. Unsere Heldin bewegt sich primär von links nach rechts, grosse Abzweigungen sind eher selten Wer aber nur gerade durch die Story läuft, kann Gefahr laufen, das falsche von zwei Abspännen zu erreichen. Wer sich ein wenig umschaut, findet kleinere Side Quests, die eine Trophäe als Bonus ausschütten und erhöht damit die Chance auf den einzigen Boss am Ende zu stossen.



Fazit:

Ayasa: Shadows of Silence ist ein kurzer Spass. Wären da nicht eine Handvoll unfairer Stellen gewesen, hätte ich das Spiel in unter zwei Stunden durchgespielt. Im Grundsatz präsentiert sich Ayasa's Überlebenstour ganz passabel. Ein paar technische Schnitzer, sehr geringer Umfang und schwammige Kollisionsabfrage trüben aber das Gesamterlebnis. Zwar verfügt unsere Heldin über einen Schatten, in den meisten Fällen versagt aber die Lichtquelle, was besonders die teils heiklen Sprungpassagen unnötig erschwert. Auch die Kamera macht nicht immer das, was sie sollte. Bei einem Levelabschnitt, wo ich Ayasa durch ein kleines Labyrinth lotsen sollte, hing die Kamera einfach hinter der Mauer fest und dicke Ziegelsteine versperrten mir die Sicht. Nur ein komplettes Herunterfahren samt Neustart des Spieles löste das Problem. Und für was ich ein Fackel-Upgrade benötige, weiss ich bis heute nicht. Alles ein wenig suboptimal. Optisch gefällt mir Ayasa, wenn ich es auch sehr schade finde, dass die detaillierten Levels so schnell durchgenudelt werden, da hätte man viel mehr rausholen können. Ayasa gehört in die Kategorie der Games, die sich hervorragend für einen kurzen Spieleabend eignen, falls mal wieder Flaute auf der Harddisk herrscht.


Ayasa: Shadows of Silence Test, Review, Testbericht. Wertung und Fazit.

Ayasa: Shadows of Silence ist als Download für PS4, PS5, XBOX One, XBOX Series, Switch, Switch 2 und PC erhältlich. Wir haben uns das Spiel auf der PS5 angesehen. Unser Test-Muster stammt von Aya Games, wofür wir uns herzlich bedanken!


Ayasa: Shadows of Silence Test, Review, Testbericht. Wertung und Fazit.
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