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Suchergebnisse für „review legend of heroes trails“

5003 Suchergebnisse für „review legend of heroes trails“

  • The(G)net Review: Transport Fever 3

    Fast sieben Jahre nach Teil 2 legt Urban Games aus Schaffhausen nach. Der dritte Teil verschlingt Abende wie eine Dampflok Kohle. Transport Fever 3 ist eine Miniaturwelt, in der ich mich stundenlang verloren habe, und die Kampagne hat richtig Charakter. Wer auf der PlayStation neu einsteigt, braucht allerdings Geduld, denn Tutorial und Menüs machen es einem nicht leicht. Transport Fever 3 ist aufwendig, und es frisst Zeit. Beides meine ich als Kompliment. Ihr baut hier keine Städte, ihr verbindet sie: Wer die Leute zur Arbeit bringt und die Läden mit Ware versorgt, schaut zu, wie aus einem Kaff eine Stadt wird. Los geht es um 1900 mit Postkutschen für vier oder sechs Fahrgäste, und irgendwann stehen Schnellzüge, Helikopter und Frachttrams im Depot. Dazwischen liegen sehr viele Abende. Im freien Spiel stellt ihr euch die Partie so zusammen, wie ihr sie haben wollt. Klimazone, Kartengrösse, Anzahl Städte und Betriebe, dazu das Startjahrzehnt irgendwo zwischen 1900 und 2030. Wer einfach bauen will, nimmt den Sandkasten ohne Geldsorgen. Gegner gibt es keine und einen Forschungsbaum auch nicht, neue Fahrzeuge tauchen auf, wenn ihre Zeit gekommen ist. Das Herzstück für Einsteiger ist die Kampagne. Acht Missionen, schön gemacht und angenehm überschaubar, jede mit eigenem Schauplatz: Ihr rettet den Mardi Gras in New Orleans, karrt Nachschub ans Woodstock-Festival und landet am Schluss in einem Japan der Zukunft. Getragen wird das von den Figuren, die euch durch die Aufträge begleiten. Die sind richtig gut gelungen und haben mich an die Tycoon-Spiele von früher erinnert, bei denen einem ständig irgendein Berater ins Bild lief. In Norwegen zum Beispiel geht es ums Öl vor der Küste, und dort sitzt euch Astrid im Nacken. Sie arbeitet für die Konkurrenz und will die Bohrrechte genauso wie ihr, also wird aus dem gemütlichen Linienbau plötzlich ein Wettrennen um die ersten tausend Ladungen. Umso stiller wird es danach. Ausserhalb der Kampagne spricht niemand mehr mit euch. Im freien Spiel gibt es Zahlen, Symbole und Meldungen, aber keine Stimme, die sich freut, wenn der erste Zug einfährt. Schade, denn gerade der Story-Modus zeigt, wie viel Leben ein paar gesprochene Sätze in so ein Spiel bringen. Den Vorgänger habe ich nicht gespielt, den Vergleich kenne ich also nur aus zweiter Hand. Eine Änderung fällt aber auch Neulingen auf, sobald man davon weiss: Neben einer Produktion braucht es keinen eigenen Halteplatz mehr. Die Betriebe haben ihre Laderampe eingebaut, die Linie führt direkt hinein, der Lastwagen lädt auf und fährt weiter. Das klingt nach wenig und erspart euch auf einer grossen Karte Dutzende Bauwerke. Wer die Ware auf Bahn, Schiff oder Flugzeug umladen will, braucht dafür weiterhin die passende Station. Dafür ist die Fracht selber heikler geworden. Waren verderben unterwegs, Fahrgäste werden ungeduldig, und wer trödelt, verdient weniger. Lagerhäuser dienen als Drehscheiben, Fabriken legen zu, wenn ihr ihnen Arbeiter vor die Tür fahrt, und die Städte achten auf Lärm, Abgase und euren Ruf. Wer für ein Gleis ein Wäldchen umlegt, bekommt die Quittung. Dazu kommt mehr Unternehmens-Fführung: Betriebe und Städte schreiben Aufträge mit Prämie aus, und wer wächst, baut seinen Hauptsitz aus und schaltet damit Vorteile frei. Jetzt zu dem Teil, der mich Nerven gekostet hat. Das Tutorial erklärt zwar sauber, wie eine Partie abläuft. Was es kaum erklärt, ist der Weg durch die Menüs. Wer das Spiel zum ersten Mal mit dem Controller spielt, bekommt einen Menüpunkt genannt und darf dann selbst herausfinden, wo er sich versteckt. Ich bin des Öfteren hängen geblieben, und zwar nicht an der Aufgabe. Die Steuerung selbst ist für Konsolenspieler gewöhnungsbedürftig. Intuitiv ist sie nicht und verklickt habe ich mich anfangs an der Tagesordnung. Es wird mit jeder Stunde besser, das schon. Die Menüführung und die Optionen bleiben auf der PS5 aber unübersichtlich und umständlich, und mehr als einmal habe ich mir eine Maus gewünscht. Optisch ist Transport Fever 3 gelungen. Ihr könnt jederzeit hineinzoomen und zuschauen, wie die Leute an der Haltestelle warten und die Dampflok durchs Tal zieht. Überall steckt Liebe im Detail, und das Gefühl, einer kleinen Welt beim Arbeiten zuzusehen, ist in jeder Minute da. Dazu kommen der Wechsel von Tag und Nacht sowie das Wetter. Am Spiel ändert beides nichts, aber ein Sonnenuntergang über dem eigenen Bahnhof ist einer dieser Momente, in denen man das Pad kurz liegen lässt. Gespielt habe ich auf der PS5 und es lief durchgehend sehr flüssig. Kein Stottern beim Zoomen, kein Frameraten-Einbruch, wenn die Karte voller wurde. Das ist bei einem Spiel, das so viel gleichzeitig berechnet, keine Selbstverständlichkeit. Die Musik ist ruhig und angenehm, genau richtig, um nebenher Gleise zu legen. Mit der Zeit merkt man allerdings, dass sich die Stücke wiederholen. Besser gefallen mir die Geräusche: Schiffe, Fahrzeuge und sogar die Leute auf der Strasse, das ist alles liebevoll gemacht. Fazit: Transport Fever 3 ist kein Spiel für zwischendurch. Es will Zeit, es will Aufmerksamkeit, und es gibt beides mit Zinsen zurück: als kleine, liebevoll inszenierte Welt, die läuft, weil ich sie zum Laufen gebracht habe. Die Technik auf der PS5 ist tadellos. Im Weg steht eine Bedienung, die mit dem Controller mehr Geduld verlangt, als sie sollte. Wer sich durchbeisst wird aber Spass an dieser Simulation haben und sollte sich die nächsten Wochenenden freihalten. Transport Fever 3 ist für PC, XBOX Series und PS5 erschienen. Wir haben uns das Spiel auf der PS5 angesehen. Unser Test-Muster stammt von Urban Games, wofür wir uns herzlich bedanken! Jetzt Transport Fever 3 bei WoG.ch bestellen!

  • Edge of Memories Gameplay Overview

    Nacon und Midgar Studio haben einen rund vierminütigen Gameplay-Overview-Trailer zu Edge of Memories In Edge of Memories erkunden Spieler den Kontinent Avaris, eine wunderschöne, aber sterbende Welt, die

  • The(G)net Review: Minecraft Dungeons II

    Minecraft gehört längst zu den grössten Phänomenen der Videospielgeschichte. Kein Wunder also, dass Microsoft und Mojang die Klötzchenwelt immer wieder für neue Genres öffnen. Mit Minecraft Dungeons gelang bereits ein unterhaltsamer Ausflug in Richtung Diablo, der vor allem mit unkomplizierter Action, reichlich Beute und kooperativem Spiel überzeugte. Minecraft Dungeons II setzt genau dort an und versucht gleichzeitig, die bekannte Formel sinnvoll auszubauen. Die Geschichte hält sich nicht lange mit Erklärungen auf. Das Lager aus dem ersten Teil wurde zerstört und in der Oberwelt gehen erneut merkwürdige Dinge vor sich. Als neuer Held macht ihr euch auf den Weg, den Ursprung der Ereignisse aufzudecken und die Minecraft-Welt einmal mehr vor dem drohenden Untergang zu bewahren. Dabei verschlägt es euch nicht nur in bekannte Biome, sondern auch in eine komplett neue Dimension namens Sift. Optisch unterscheidet sich dieser geheimnisvolle Ort deutlich von der klassischen Minecraft Welt. Neue Farben, ungewöhnliche Figuren und eine eigenständige Atmosphäre sorgen dafür, dass sich die Ausflüge ins Sift tatsächlich frisch anfühlen. Die Handlung wird regelmässig durch aufwendig produzierte Zwischensequenzen vorangetrieben. Die sehen zwar gut aus und verfügen sogar über eigene Sprachausgabe, wirken stilistisch allerdings etwas losgelöst vom eigentlichen Spiel. Teilweise entsteht fast der Eindruck, man würde plötzlich eine animierte Minecraft Serie schauen. Schlecht sind die Szenen keineswegs, wirklich harmonisch fügen sie sich aber nicht immer in das restliche Erlebnis ein. Wie schon beim Vorgänger steht die Geschichte ohnehin nicht im Mittelpunkt. Minecraft Dungeons II will vor allem eines: euch möglichst schnell mitten in die Action werfen. Alleine oder gemeinsam mit Freunden zieht ihr durch die Spielwelt, erfüllt Aufgaben, sucht nach Schätzen und zerlegt dabei alles, was sich euch in den Weg stellt. Das Grundprinzip erinnert weiterhin deutlich an Diablo, wurde aber bewusst zugänglicher gestaltet. Trotzdem steckt überraschend viel Tiefe im Kampfsystem. Neue Waffen, Rüstungsteile und Ausrüstungsgegenstände lassen sich nun gezielter miteinander kombinieren. Dadurch entstehen unterschiedliche Builds, die sich tatsächlich spürbar anders spielen. Besonders die Talismane sorgen für zusätzliche Möglichkeiten. Giftpfeile, Rauchbomben, Spezialangriffe und andere Fähigkeiten können im richtigen Moment einen enormen Unterschied machen. Wer möchte, kann seinen Charakter gezielt auf Nahkampf, Distanzangriffe oder spezielle Effekte ausrichten. Neu hinzugekommen ist ausserdem eine Sprungfunktion. Was zunächst unspektakulär klingt, verändert das Kampfsystem stärker als erwartet. Aus der Luft lassen sich mächtige Angriffe ausführen, wodurch die Gefechte dynamischer und deutlich beweglicher wirken. Gerade das Experimentieren mit neuen Waffen und Ausrüstungsgegenständen hat mir überraschend viel Spass gemacht. Ständig findet man irgendein neues Schwert, einen Bogen oder ein Rüstungsteil, das man unbedingt ausprobieren möchte. Genau dieser Kreislauf aus Kämpfen, Loot und Verbesserungen funktioniert hervorragend. Natürlich dürfen die klassischen Minecraft Kreaturen nicht fehlen. Zombies, Skelette, Creeper und sogar der berüchtigte Hühnerjockey stehen wieder auf der Abschussliste. Daneben warten zahlreiche neue Gegner sowie grössere Bosskämpfe. Einige bekannte Kreaturen erscheinen zudem mit einem geheimnisvollen blauen Schimmer und halten deutlich mehr aus als ihre normalen Varianten. Überraschend ist dabei der stellenweise durchaus knackige Schwierigkeitsgrad. Wer einfach blind durch die Gegnerhorden rennt, landet schneller im Game Over als gedacht. Gesundheit, Ausrüstung und Fähigkeiten müssen ständig im Auge behalten werden. Der Tod fällt allerdings nicht besonders hart aus. Nach einer Niederlage könnt ihr relativ problemlos wieder an einem Speicherpunkt einsteigen. Frust kommt deshalb nur selten auf. Für sehr junge Spieler könnten einige Abschnitte trotzdem anspruchsvoll werden. Wer Minecraft bislang hauptsächlich als gemütliches Bau- und Erkundungsspiel kennt, könnte überrascht sein. Die wohl interessanteste Neuerung betrifft den Aufbau der Spielwelt. Im ersten Minecraft Dungeons begann jedes Abenteuer im Lager. Dort wählte man eine Mission aus und wurde anschliessend direkt ins entsprechende Gebiet geschickt. Minecraft Dungeons II verabschiedet sich von diesem Prinzip. Stattdessen bewegt ihr euch nun durch eine zusammenhängende Oberwelt, welche die verschiedenen Regionen und Missionen miteinander verbindet. Eine echte offene Welt ist das zwar nicht und die Wege bleiben relativ klar vorgegeben, dennoch fühlt sich das Abenteuer dadurch wesentlich zusammenhängender an. Biome gehen ineinander über, Wege führen zu neuen Missionen und sogar das Sift wird organisch in die Reise eingebunden. Das mag zunächst nach einer kleinen Änderung klingen, trägt aber enorm zur Atmosphäre bei. Statt einfach nur einzelne Level abzuarbeiten, bekommt man tatsächlich das Gefühl, durch eine grosse Welt zu reisen. Wer keine Lust auf lange Wege hat, kann natürlich Schnellreisepunkte verwenden. Wer hingegen gerne erkundet, findet zwischen den Missionen zusätzliche Gegner, versteckte Schätze und andere kleine Überraschungen. Gerade für Minecraft passt dieses System hervorragend. Entdecken gehört schliesslich seit jeher zu den wichtigsten Bestandteilen der Serie. Und im Team macht sowas gleich nomal mehr Laune als alleine. Gemeinsam durch Monsterhorden zu pflügen, die Welt zu erkunden, Beute einzusammeln und neue Ausrüstung auszuprobieren, macht einfach deutlich mehr Spass. Gerade Familien oder jüngere Spieler dürften hier viele gemeinsame Stunden verbringen. Das Spiel ist uach zugänglich genug, damit selbst Spieler ohne Erfahrung mit klassischen Action Rollenspielen schnell zurechtkommen. Fazit: Minecraft Dungeons II bleibt ein zugänglicher und durchaus unterhaltsamer Action RPG Ableger, spielt aber weiterhin deutlich unter seinen Möglichkeiten. Das Kampfsystem ist simpel, viele Gegner halten unnötig viel aus und echte spielerische Tiefe sucht man trotz verschiedener Builds meist vergeblich. Positiv fallen die abwechslungsreichen Schauplätze, die stabile technische Umsetzung und vor allem der Koop Modus für bis zu vier Spieler auf. Gerade gemeinsam macht das Abenteuer deutlich mehr Spass. Solo fehlt es dagegen schnell an Abwechslung und Anspruch. Unterm Strich ist Minecraft Dungeons II ein solides Koop Spiel für Einsteiger oder gerade jüngere Spieler, aber kein Titel, der sich mit den grossen Genre-Vertretern messen kann. Minecraft Dungeons II ist für PC, PS5, XBOX Series und Switch 2 erhältlich. Wir haben das Spiel auf der XBOX Series X getestet. Unser Test-Muster stammt von Microsoft, wofür wir uns herzlich bedanken! Jetzt Minecraft Dungeons II bei WoG.ch bestellen!

  • End of Abyss erscheint im Oktober

    Epic Games Publishing und Section 9 Interactive haben den Veröffentlichungstermin von End of Abyss bekannt End of Abyss setzt auf Erkundung, dichte Atmosphäre und angespannte Kämpfe.

  • The(G)net Review: Nioh

    Alle Nuancen und Facetten des Spiels in diesem Review zu erwähnen ist schlicht unmöglich.

  • The(G)net Review: SILENT HILL: Townfall

    übersieht oder einen unscheinbaren Durchgang nicht entdeckt, kann minutenlang völlig planlos durch die Gegend

  • The(G)net Review: Halloween: The Game

    Michael Myers gehört zu den grossen Ikonen des Horrorkinos. Mit Halloween: The Game versucht IllFonic nun, John Carpenters Klassiker von 1978 nicht einfach nur als asymmetrisches Mehrspielerspiel umzusetzen, sondern dessen Atmosphäre, Szenen und Figuren möglichst originalgetreu auf den Bildschirm zu übertragen. Wir haben uns den Solo- und Multiplayer-Teil genauer angesehen. Schon während der ersten Minuten wird deutlich, mit welchem Respekt IllFonic an das Original herangegangen ist. Zahlreiche Cutscenes wurden beinahe exakt aus dem Film übernommen. Dialoge, Kameraperspektiven und bekannte Szenen dürften Fans sofort wiedererkennen. Das beginnt bereits mit der berühmten Eröffnung aus dem Jahr 1963. Als junger Michael setzt ihr die Clownsmaske auf und erlebt den Mord an Judith Myers aus nächster Nähe. Später folgt Michaels Flucht aus dem Sanatorium, inklusive Dr. Loomis und Nurse Chambers. Halloween: The Game versucht gar nicht erst, das Original neu zu interpretieren, sondern möchte euch regelrecht in den Film hineinversetzen. Das Herzstück für Einzelspieler bildet eine rund 2-stündige Kampagne (die auch OFFLINE gespielt werden kann) bestehend aus einem Prolog und fünf Kapiteln. Ihr übernehmt dabei die Kontrolle über Michael und erlebt Teile jener Nacht, die später als "The Night He Came Home" bekannt wurde. Interessant ist dabei vor allem, dass das Spiel einige Lücken des Films mit Szenen aus Michaels Perspektive füllt. Ihr streift durch Haddonfield, besucht bekannte Orte und erlebt unter anderem, wie Michael an seine berühmte Maske gelangt. Schritt für Schritt lernt ihr, wie ihr eure Opfer verfolgt, euch durch die Umgebung bewegt und unterschiedliche Fähigkeiten effektiv einsetzt. Was zunächst nach einem verlängerten Tutorial klingt, funktioniert überraschend gut als eigenständige Solo-Erfahrung. Zusätzliche Challenges sorgen dafür, dass sich einzelne Kapitel mehrfach spielen lassen. Dafür winken unter anderem kosmetische Belohnungen. Wer sämtliche Aufgaben eines Kapitels erledigen möchte, kommt um mehrere Durchgänge kaum herum. Da die einzelnen Abschnitte vergleichsweise kurz ausfallen, hält sich der Leerlauf jedoch in Grenzen. Interessanterweise funktioniert die Solo-Kampagne deshalb besser, als man es von einem blossen Trainingsmodus erwarten würde. Gleichzeitig bereitet sie euch sehr effektiv auf den eigentlichen Schwerpunkt von Halloween: The Game vor: Den Multiplayer-Modus. Im Multiplayer tritt Michael gegen vier menschliche Mitspieler an. Das klingt zunächst nach dem bekannten Prinzip anderer asymmetrischer Horrorspiele, doch Halloween erweitert diese Formel um zahlreiche NPC Bewohner. Als Zivilist versucht ihr deshalb nicht nur selbst zu entkommen. Ihr könnt auch Bewohner retten, sie verstecken, ihnen Waffen geben oder sie beispielsweise zur Polizei schicken. Genau dadurch entsteht ein angenehm dynamischer, eigenständiger Spielfluss. Ihr sucht nach Bolzenschneidern, Reparaturwerkzeug, Benzin und Autoschlüsseln, organisiert Fluchtmöglichkeiten oder versucht, Michael gemeinsam zurückzudrängen. Mit Ziegelsteinen, Baseballschlägern und anderen Waffen könnt ihr Michael zumindest kurzfristig ausser Gefecht setzen. Töten lässt er sich natürlich nicht, doch manchmal reichen wenige Sekunden Vorsprung bereits aus, um dem eigenen Tod zu entkommen. Besonders gemeinsam mit einer gut organisierten Gruppe können daraus herrlich chaotische Horrorfilmmomente entstehen. Das grosse Problem ist allerdings die stark schwankende Qualität der Matches. Eine Runde dauert bis zu 20 Minuten. Mit einer eingespielten Gruppe kann diese Zeit wie im Flug vergehen. Gerät man hingegen an einen Michael Spieler, der sämtliche Karten, Fluchtwege und Verstecke kennt, verwandelt sich Haddonfield schnell in ein Schlachthaus. Das würde grundsätzlich zum Spiel passen. Problematischer wird es, wenn ihr früh sterbt. Denn euer Match ist damit nicht zwingend vorbei. Unter bestimmten Umständen könnt ihr später als Polizist oder sogar als Dr. Loomis zurückkehren. Bis dahin müsst ihr jedoch Minispiele absolvieren. Diese bestehen hauptsächlich aus einfachen Geschicklichkeitsprüfungen und nutzen sich schnell ab. Im schlechtesten Fall verbringt ihr einen beträchtlichen Teil der Runde damit, auf eure Rückkehr zu warten. Und ob diese überhaupt stattfindet, scheint zudem nicht immer garantiert zu sein. Die Zusammenstellung der Fähigkeiten könnte komfortabler ausfallen. Sobald ihr einer Lobby beigetreten seid, seid ihr an das gewählte Loadout gebunden. Gerade bei mehreren Partien mit derselben Gruppe wäre es sinnvoll, Fähigkeiten direkt in der Lobby wechseln zu können. Bei der Charakterentwicklung bietet Halloween: The Game überraschend viele Möglichkeiten. Jeder Zivilist besitzt eigene Werte und Eigenschaften, die unterschiedliche Spielweisen unterstützen. Dazu kommen kosmetische Anpassungen sowie verschiedene Startgegenstände. Das Ganze basiert auf einem Kartensystem. Über ein Deck schaltet ihr zufällig verschiedene Boni frei, die anschliessend verbessert oder zerlegt werden können. Insgesamt können bis zu 30 Karten gesammelt werden, während maximal 15 gleichzeitig aktiv sind. Dadurch entstehen verschiedene Builds und Spezialisierungen. Wer mehrere hochstufige Decks zusammenstellen möchte, muss allerdings sorgfältig mit seinen Punkten umgehen. Die Zufallskomponente dürfte ebenfalls nicht jedem gefallen. Wer gezielt nach einer bestimmten Fähigkeit sucht, erhält diese möglicherweise nicht sofort. Grundsätzlich besitzt das System aber genügend Tiefe, um längerfristig unterschiedliche Kombinationen auszuprobieren. Weniger gelungen ist die Einführung auf Seiten der Zivilisten. Während die Kampagne Michaels Fähigkeiten ausführlich erklärt, werden Überlebende direkt ins kalte Wasser geworfen. Besonders bei den Startgegenständen fehlen teilweise wichtige Informationen. Ein Reparaturkit klingt beispielsweise selbsterklärend, doch das Spiel informiert nur unzureichend darüber, dass ihr damit ein Fahrzeug reparieren könnt und dafür zusätzlich Benzin sowie einen Schlüssel benötigt. Viele Mechaniken erschliessen sich erst nach mehreren Partien. Ein kleines Tutorial oder ausführlichere Beschreibungen hätten hier enorm geholfen. Technisch zeigte die getestete PC-Version noch einige Schwächen. Gelegentlich wurden Teile der Umgebung verspätet geladen. Ruckler blieben selbst bei unserem High-End System nicht aus. Figuren konnten an Stellen gelangen, an denen sie eigentlich nichts verloren hatten, und einmal blieb ein Charakter sogar in einer wiederholten Animation beim Öffnen eines Schlosses hängen. Besonders kurios war eine Partie, in der Michael ausserhalb des vorgesehenen Kartenbereichs feststeckte. Für die Überlebenden bedeutete das zwar einige vergleichsweise entspannte Minuten, für ein Spiel dieser Art ist ein solcher Fehler allerdings verheerend. Aber bei einem Spiel dieser Art gehören ständige Korrekturen und Verbesserungen ja zur Tagesordnung. Darum ist schwer anzunehmen, dass diese Probleme bald der Vergangenheit angehören. Fazit: Halloween: The Game ist vor allem eines: eine bemerkenswert liebevolle Hommage an John Carpenters Horror Klassiker. Die Solo Kampagne fällt mit rund zwei Stunden allerdings sehr kurz aus und entfaltet ihren Reiz erst dann vollständig, wenn ihr Kapitel mehrfach spielt, Wertungen verbessert und zusätzliche Aufgaben abschliesst. Dazu kommen eine teilweise schwache künstliche Intelligenz, technische Macken und etwas schwerfällige Abläufe. Für Single Player kann ich das Spiel daher nur bedingt empfehlen. Der Multiplayer besitzt dagegen starke Ideen. Die Möglichkeit, NPC Bewohner von Haddonfield zu retten, gemeinsam gegen Michael vorzugehen und nach dem Tod teilweise als Polizist oder Dr. Loomis zurückzukehren, hebt das Spiel angenehm von bekannten Genrevertretern ab. Allerdings fehlt noch der Feinschliff. Die Qualität der Mehrspielerpartien schwankt stark, die Minispiele nach dem Tod werden schnell monoton und vor allem Neueinsteiger erhalten deutlich zu wenig Unterstützung. Hinzu kommen technische Probleme und fehlende Komfortfunktionen. Trotzdem; IllFonic versteht Michael Myers und behandelt die Vorlage mit erstaunlicher Sorgfalt. Wenn die Mängel beseitigt und einzelne Mechaniken weiter verbessert werden, könnte Halloween: The Game zu einem echten Fest für Fans des Kultkillers werden. Halloween: The Game ist für PC, PS5 und Xbox Series X|S erhältlich. Wir haben das Spiel auf dem PC getestet. Unser Test-Muster stammt von Illfonic, wofür wir uns herzlich bedanken! Jetzt Halloween: The Game bei WoG.ch bestellen!

  • The(G)net Review: Atomfall

    Auch wenn sie ein wenig deplatziert in der Gegend rumsteht, nähern wir uns der Kabine und tatsächlich Dass ich die Gegend zum x-ten Mal zu Fuss abwackeln muss, nachdem ich beinahe die ganzen Map aufgedeckt

  • The(G)net Review: Sclash

    Von "all you can beat"-Geschichten wie Rise of the Ronin oder Ghost of Tsushima sind wir weit entfernt

  • The(G)net Review: The Bouncer

    Übrig bleibt ein eiskalter Streets of Rage-Verschnitt im 3D Gewand. Square eher zurück, liefert zum Glück aber wenigstens altbewährte Prügel-Kost im Final Fight/Streets of

  • The(G)net Review: Destiny

    Bungie, die Macher von Halo und Activision, der Publisher von Call of Duty und anderen Videospielgrössen Ähnlich wie in World of Warcraft erhaltet ihr für fast alles Erfahrungspunkte. Bekannt aus der HBO Serie „Game of Thrones“ in der er den beliebten Charakter Tyrion mimt.

  • The(G)net Review: Battlefield 6

    schnelle Gefechte und die CoD-Community stehen Modi wie Squad Deathmatch, TDM, Domination oder King of

  • Fatal Fury: City of the Wolves erscheint Anfang 2025 - Gameplay Trailer

    SNK teilt heute mit, dass Fatal Fury: City of the Wolves Anfang 2025 für nicht näher genannte Systeme Der erste Charakter-Trailer stellt Rock Howard, Terry Bogard, Hotaru Futaba, Tizoc und Preecha vor.

  • The(G)net Review: Mortal Shell II

    viele Treffer ein, haut es uns sprichwörtlich aus der Shell und wir stehen wieder semi-nackt in der Gegend

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    Farpoint ist also kein Rail-Shooter oder „Walking-Simulator“ sondern schlägt mit seinen Level-Schläuchen und der minimalen Bewegungsfreiheit eher in die Kerbe eines Call of Duty. okay, Farpoint ist im Grunde genommen "nur" ein traditioneller Egoshooter ganz im Stile eines Call of

  • The(G)net Review: Battlefield 3

    Das fühlt sich dann doch eher wie ein Rail-Shooter an. Schade. Man wollte wohl einfach eine Alternative zum Spec Ops Modus der Call of Duties liefern, aber das ist

  • The(G)net Review: Octopath Traveler

    Was das 16 Bit inspirierte Adventure Octopath Traveler so kann, erfahrt ihr in unserem Review. Die Final Fantasy Spiele, Chrono Trigger oder die ersten Schritte von The Legend of Zelda gehören auch

  • The(G)net Review: Commandos: Origins

    Solche kleinen Details führen dazu, dass man erst einmal mittels Trial-and-Error ein paar Tode in Kauf

  • Planet of Lana II: Children of the Leaf erscheint am 5. März

    Planet of Lana II: Children of the Leaf erscheint am 5. Planet of Lana II ist fast doppelt so umfangreich wie der Vorgänger und erweitert das Gameplay um mehr

  • The(G)net Review: Shadow Labyrinth

    Eine Retro Legende jagt die Nächste.

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